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ZIZA
Franz von Tessingen  *2007
Acryl auf Platte
33 x 23 cm
 

Das Gemälde, das uns vorliegt gilt als verschollen. Es wurde nach einer Fotografie geschaffen, die leider ebenfalls verschollen ist. Es handelt sich um ein bedeutendes Werk aus der frühen Schaffensperiode von Ziza. Zunächst waren Experten der Meinung, endlich auf ein Werk des Malers Titorelli, der ja wertvolle Hinweise im Prozess gegeben hatte, gestoßen zu sein. Dann gelang es dem Chemiker Kaesbohrer die Signatur zu entschlüsseln, wobei man zweifelsfrei anmerken kann, dass es sich bei dem Namen Kaesbohrer um ein Pseudonym handelt. Die wahre Identität des Mannes konnte bis jetzt nicht herausgefunden werden es ist nur bekannt, dass er am Ende seines Lebens im größten Naturtheater der Welt, in Oklahoma- Amerika- seinen Frieden gefunden hat. Die Werbetrommeln für dieses Unternehmen rührten als Engel verkleidete Mädchen. Doch zurück zu Franz von Tessingen: wie gesagt, Gemälde und Fotografie sind spurlos verschollen, man erhofft sich aber einen baldigen Fund am Flohmarkt. Ein ukrainischer Oligarch soll bereits eine größere Summe bei Southeby hinterlegt haben. - Auf dem Bild sieht man Franz im Alter von ungefähr fünf Jahren. . Er ist in einen einfachen Matrosenanzug gekleidet, dessen gewirkte Stofflichkeit meisterhaft dargestellt ist. Entgegen allen Mutmaßungen ,der schwierige Charakter, der den jungen Franz auszeichnet, hänge mit der zugigen Pawlatsche seines Elternhauses zusammen, wird hier widerlegt. Dieses ausgestopfte Schaf mit seinem ausgeprägt bedrohlichen Blick ist eindeutig als die Ursache für alle späteren Schwierigkeiten anzusehen. Es besteht natürlich die Möglichkeit, das dieses Schaf als Geschenk in den Besitz des kleinen Franz überging, und wegen seiner Dimensionen nur auf der Pawlatschen Platz fand. Das ließe natürlich die Meinung der Experten plausibel erscheinen. Man stelle sich nur vor, im November, wo es doch schon so früh finster wird , muß man hinaus auf die Pawlatsche und im grässlichen Licht einer Sparlampe starrt einen dieses Schaf an, - Ein gewisser Dr. Freud hat äußerst interessante Ideen zu dieser Problematik veröffentlicht. Tante Mariechen meinte, jetzt könne das Schaf keinen Schaden mehr anrichten, weil die Motten hineingekommen sind und es entsorgt werden musste. Geschieht ihm recht, sagte der kleine Moritz.