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ZIZA
Amalie von Tessingen  *2007
Acryl auf Platte
33 x 23 cm
 

Als Gründerin des VFF ist ja Amalie v. T. ja eine international bekannte Frau. Schon im Kindergarten zeigte sie keinerlei Furcht. Kam der Nikolaus zu den Kindern, sagte sie furchtlos, dass sie immer brav gewesen sei und bei dem Spiel "Wer fürchtet sich vorm schwarzen Mann" fürchtete sie sich nie, sie bemängelte nur den Namen des Spiels als politisch nicht korrekt. Und als sie in die Volksschule kam, gründete sie umgehend den VFF. Den Verein furchtloser Frauen. Buben waren jederzeit willkommen, soweit sie nur den Aufnahmekriterien entsprachen. Keine Angst zeigen vor Besserwissern, Schnellrechnern und Mehrhabern. Draufhauern und Runtermachern die Stirn bieten. So hatte sie, kaum im Erwachsenenalter angekommen, schon eine Menge Erfahrung gesammelt Sie ergänzte die Statuten des VFF dahingehend: Furchtlos gegenüber großen Europäern, am Beispiel Brunos, strikte Verweigerung selbst zum gläubigen Schaf zu werden, auch wenn man Teil einer Herde ist, immer eingedenk der Tatsache, dass mancher Hirte, um sein Schäfchen ins Trockene zu bringen, es mit der Wahrheit sehr ungenau nimmt, und vor allem nie furchtsam gegenüber jammernden Kleinkindern sein, sollte man ihnen im Flugzeug, Restaurant oder gar in der eigenen Familie begegnen.

Amalie v.T. heiratete Onkel Paulchen, es war eine glückliche Ehe, nur die Bemerkungen, die Paulchen in lautem Flüsterton machte, wenn er sich in Gesellschaft anfing zu langweilen, die lernte Amalie zu fürchten.